Wie wird aus einer Zeichnung ein Plüschtier?

Kann man Plüschtiere nach einer eigenen Zeichnung anfertigen lassen?

Ja, man kann natürlich auch aus einer groben Zeichnung ein Plüschtier entwickeln. Die Kosten dafür sind allerdings recht hoch und lohnen sich nur in einer hohen Auflage.

Was brauchen wir von dir?

Die Zeichnung. Sie muss nicht schön sein, eine Skizze auf Papier reicht, und zur Not tut es auch ein Handyfoto davon. Typisch ist das Maskottchen der Firma oder eine Figur, die zur Marke gehört.

Wichtig ist, dass wir sehen, wie die Figur von vorne aussieht und wie von der Seite. Hast du nur die Vorderseite, müssen wir beim Rücken raten. Und raten wollen wir ja nicht. Wunschgröße und Farben schreibst du einfach daneben.

Wie wird aus einem flachen Bild ein Plüschtier?

Das ist der eigentliche Job. Ein Blatt Papier hat keine Rückseite, ein Plüschtier schon. Aus der Zeichnung wird erst ein Schnittmuster, also viele einzelne Stoffteile, die zusammengenäht und gefüllt am Ende die Figur ergeben. Plüschlänge, Augen, Nase und Stickerei legen wir vorher fest.

Danach kommt ein Muster. Das nimmst du in die Hand, drehst es und drückst es mal. Passt etwas nicht, ändern wir es, und erst wenn du sagst „So ist es“, geht die Serie los.

Warum geht das nur ab einer Mindestmenge?

Weil die Vorarbeit immer dieselbe ist, ob wir 50 Plüschtiere nähen oder 5.000. Das Schnittmuster muss gemacht werden, das Muster auch, und wenn du etwas ändern willst, geht es noch mal von vorne los. Dazu kommt das Einrichten der Produktion. Das sind alles einmalige Kosten, die vor dem ersten fertigen Plüschtier anfallen.

Bei vielen Stück verteilen sich diese Kosten, und jedes einzelne Plüschtier trägt nur einen kleinen Teil davon. Bei zehn Stück trägt jedes die ganze Vorarbeit mit, und dann passt der Preis einfach nicht mehr. Darum liegt die Grenze bei uns bei 500 Stück. Ab dort rechnet es sich für dich und für uns, und je mehr es werden, desto weniger Vorarbeit steckt in jedem einzelnen.

Sieht das Plüschtier genauso aus wie die Zeichnung?

Nicht zu hundert Prozent. Ein Stift kann haarfeine Linien, Stoff kann das nicht. Kleine Details werden gestickt oder vereinfacht, Farbverläufe gibt es im Fell nur als Näherung, und scharfe Kanten hat ein Fell sowieso nicht. Das ist doch kein Mangel, so verhält sich Material nun mal.

Darum funktionieren Figuren mit klaren Formen am besten. Ein runder Bär wird richtig gut. Eine Figur mit zwanzig Details im Gesicht wird eine Figur mit zehn.

Darf es jede Zeichnung sein?

Nein. Die Zeichnung muss von dir sein oder du brauchst die Rechte daran. Eine Figur aus einem Film oder Comic zeichnest du nicht einfach ab und lässt sie nähen. Das gibt Ärger, und den will keiner.

Wie geht es los?

Schick uns deine Zeichnung! Dann schauen wir mal, was sich daraus machen lässt.